CHRISTOPHER WARD
Christopher Ward, 1980 in London geboren, studierte an der Oxford University und der Guildhall School of Music and Drama, und wurde Stipendiat an der Scottish Opera und der Royal Scottish Academy of Music and Drama in Glasgow.

2004 war er Mitglied des Internationalen Opernstudios Zürich, bevor er 2005 als Kapellmeister und Solorepetitor ans Staatstheater Kassel wechselte. Er arbeitete an einem breiten Repertoire, leitete mehrere Neuproduktionen, dirigierte das Staatsorchester Kassel in einer Reihe von Konzerten und leitete das jährliche Theaterjugendorchester. 2006 assistierte er Sir Simon Rattle mit den Berliner Philharmonikern bei Wagners DAS RHEINGOLD; zuerst in Aix-en-Provence, dann in Berlin und Salzburg (Osterfestspiele 2007).

2009 wurde Christopher Ward an der Bayerischen Staatsoper Kapellmeister und Assistent von Kent Nagano. Er übernahm die musikalische Leitung von verschieden Neuproduktionen - unter anderem Uraufführungen von Eötövos DIE TRAGÖDIE DES TEUFELS, Ronchettis NARRENSCHIFFE und Srnkas MAKE NO NOISE (Ensemble Modern, Eröffnung der Münchner Opernfestspiele 2011) - und leitete sowohl Konzerte des Staatsorchesters als auch der Orchesterakademie, der Opernstudios der Bayerischen Staatsoper und La Scala, Milan.

2014 wurde er 1. Kapellmeister am Saarländischen Staatstheater. Hier dirigierte er Neuproduktionen von Webers DER FREISCHÜTZ, Verdis SIMON BOCCANEGRA, RIGOLETTO und NABUCCO, Dvoƙáks RUSALKA, Ravels L'ENFANT ET LES SORTILÈGES und DAPHNIS ET CHLOÉ, Rimsky-Korsakovs DER GOLDENE HAHN, Rameaus PLATÉE, Obsts SOLARIS und Haas' BLUTHAUS sowie eine Reihe von Wiederaufnahmen, Balletten und Sinfoniekonzerten.

Als Gastdirigent dirigierte Christopher Ward an der Staatsoper Hamburg, der Deutschen Oper am Rhein, der Komischen Oper, der Oper Graz, am Salzburger Landestheater, an der Staatsoper Prag, am Nationaltheater Prag, am Slowakischen Nationaltheater, am Staatstheater Braunschweig, am Staatstheater Mainz, am Staatstheater Darmstadt und am Theater Bremen, und leitete Konzerte mit der Staatskapelle Halle, den Bremer Philharmonikern, dem Staatsorchester Braunschweig, der Neuen Philharmonie Westfalen, den Brandenburger Symphonikern, dem Philharmonischen Orchester des Staatstheaters Cottbus, der Neuen Lausitzer Philharmonie und dem Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera. Außerdem dirigierte er Uraufführungen bei den Internationalen Musikfestspielen Prager Frühling und den Bregenzer Sommerfestspielen, und übernahm 2019 kurzfristig die Uraufführung von Jörg Widmanns BABYLON für einen indisponierten Daniel Barenboim an der Staatsoper Unter den Linden, Berlin.

Mit den Labels Naxos und Capriccio hat er in Zusammenarbeit mit dem Gürzenich Orchester Köln, dem ORF Radio-Sinfonieorchester Wien, der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und dem Sinfonieorchester Aachen eine Reihe renommierter CDs aufgenommen, die mehrere Opus Klassik-Nominierungen erhalten haben. Im Herbst 2022 erscheinen zwei Weltersteinspielungen der Musik von Leo Blech sowie der Soundtrack zu Fatih Akins neuem Film RHEINGOLD.

Seit 2018 ist er Generalmusikdirektor am Theater und Sinfonieorchester Aachen.